Spielerisch lernen


Bei allem, was wir von unseren Pferden so erwarten, dürfen wir eines nie vergessen: Pferde müssen das, was wir von ihnen wollen, erst einmal erlernen. Die Arbeit mit „rohen“ Mustangs im US-amerikanischen Kalifornien – also mit Pferden, die zuvor noch keinen Kontakt zu Menschen hatten – hat meine Fähigkeit, mit Pferden zu kommunizieren noch weiter verfeinert.

Junge Pferde sind wie Wachs in unseren Händen. Sie lernen schnell – das Richtige und das Falsche. Ich unterstütze Sie gerne dabei, bei der Erziehung, der Ausbildung und dem Training von Anfang an den richtigen Weg zu gehen.

Bodenarbeit

Pferde wachsen durchschnittlich bis zu ihrem 7. Lebensjahr. Körper und Geist müssen in dieser Zeit sensibel gefordert und gefördert werden. Die Pferde haben insbesondere bis zu ihrem 4. Lebensjahr genug mit sich, ihrem Körper und der noch nicht vorhandenen Balance zu tun. Besser ist es daher, ihnen Übungen vom Boden aus (d.h. ohne Reitergewicht oder die körperlichen Indisponiertheiten des Reiters) nahe zu bringen. Sie verstehen die „Hilfen“ oft sehr viel besser. D.h. wir können so Missverständnisse vermeiden und ein entspanntes, freudiges Lernen fördern. Ich arbeite am Boden mit Stangen, Pylonen, Gassen, Podest, Cavalettis, besonderen Untergründen (Matratze, Teppich) oder gwöhne die Pferde mit Plastk, Rappeldosen an das, was ihnen Furcht macht.
Die Arbeit am Boden fördert nicht nur das Verständnis (und so die „Rangodnung“) zwischen Mensch und Pferd, sie ermöglicht mir auch viel spielerischen Umgang und steigert so die Motivation des Pferdes, mit mir zu arbeiten.

Longieren (auch als Vorbereitung zum Reiten)

Longieren ist wirklich eine Kunst. Nicht umsonst kann man dafür sogar ein „Abzeichen“ machen. Noch anspruchsvoller wird es dann mit der Doppellonge oder der Arbeit am langen Zügel. Wichtig ist nur, das wir das eine nicht mit dem anderen verwechseln: Longieren hat nichts mit dem Schleudern des Pferdes auf einer Kreislinie zu tun!
Ich empfehle Besitzern oft, ihre Pferde vor dem Reiten zu longieren, damit ich zum einen Muskeln, Sehnen und Bänder aufwärmen, bzw. sanft dehen kann, die Gelenke mit der Gelenkschmiere (Synovia) auf die Belastungen vorbereitet werden und zum anderen auch eine mentale „Losgelassenheit“ beim Pferd erreichen kann. Besonders Jungpferde sind oft recht „spritzig“ wenn der Reiter aufsteigt. Da bringt der Kampf um einen „anständigen Schritt“ oft mehr Verspannung als Entspannung.
Um den gewünschten Effekt – eine entspannten Vorbereitung auf die Reitphase – zu erreichen, muss das Longieren jedoch korrekt, souverän und ohne Aufregung erfolgen. Das geht nur, wenn ich mich als Longenführer mit meinem Equipment, meiner Körpersprache und meinem Plan im Griff habe.
Gerne zeige ich Ihnen, wie sie Ihr Pferd am Anfang in eine Wohlfühl-Situation bringen, von der Sie dann später beim Reiten profitieren. Oder aber auch, wie Sie das korrkete Longieren von der Pieke auf lernen und so Ihr Pferd gymastizieren können, ohne reiten zu müssen.

Geländetraining

Meinen kleinen großen Spanier habe ich selber ausgebildet. Ich habe ihm viel Zeit gelassen, seine langen Beine sortiert zu bekommen und seine Schreckhaftgkeit einzudämmen. Auch, wenn diese Rasse für den Stierkampf gezüchtet ist – die hohe und gewollte Sensibilität hat auch ihre „Schattenseiten“, die man in den Griff bekommen muss. Das habe ich in erste Linie im Gelände erreicht. Lange Spaziergänge querfeldein, die für gute Trittsicherheit sorgen und immer wieder an „Hindernissen“ wie Traktoren, eingewickelten Sillageballen, bellenden Hunden, Mountainbikern, usw. vorbei. Das alles an der Hand – aber auch aus dem Sattel heraus. Junge Pferde trainiert man am besten auf geraden Linien in Galopp. Und wenn man die Chance hat: bergauf ;-)

Erfahrungsberichte